GoHighLevel Erfahrungen: Ehrlicher Test nach zwei Jahren

GoHighLevel Erfahrungen: Ehrlicher Test nach zwei Jahren

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Kurz gesagt: nach zwei Jahren mit GoHighLevel würde ich die Plattform wieder wählen — aber nicht für jeden Anwendungsfall. Sie glänzt, wenn du mehrere Kundenkonten verwaltest oder weiterverkaufst. Sie enttäuscht, wenn du ein einzelnes Werkzeug in Perfektion brauchst.

Ich verdiene an den Links in diesem Artikel eine Provision. Deshalb steht der Abschnitt mit den Schwachstellen bewusst weit oben und nicht versteckt am Ende.

Was mich überzeugt hat

Ein System statt acht

Der grösste Gewinn war nicht der Preis, sondern dass die Daten das Haus nicht mehr verlassen. Vorher: Formular zu CRM zu E-Mail-Tool zu Kalender zu SMS — sechs Zapier-Verbindungen, die reissen konnten. Heute passiert das alles im gleichen System. Die zwei bis fünf Stunden Fehlersuche pro Monat sind weg.

Der Workflow-Builder

Ehrlich stark. Verzweigungen, Wartezeiten, Bedingungen — damit lässt sich fast alles bauen. Wer aus linearen Follow-up-Sequenzen kommt, gewinnt hier deutlich an Möglichkeiten.

Weiterverkauf unter eigener Marke

Das ist das Argument, das keine Alternative bietet. Eigene Domain, eigenes Logo, eigener Preis. Erklärt in dem Grundlagen-Artikel.

Selbst testen, 30 Tage

Meine Erfahrung ist meine Erfahrung. 30 Tage kostenlos reichen, um dir ein eigenes Urteil zu bilden.

Was mich geärgert hat

Die erste Rechnung war höher als gedacht

Der Plan deckt die Software, nicht die Nutzung. SMS, E-Mails, Telefonnummern und KI laufen über ein Guthabenkonto, das sich automatisch auflädt. Bei mir kamen im ersten Monat rund 80 $ oben drauf, die ich nicht eingeplant hatte. Kein versteckter Trick — aber es steht nirgends gross auf der Preisseite.

Position Ungefähr
SMS pro Segment 0,013 – 0,018 $
E-Mail pro 1.000 rund 0,68 $
Telefonnummer pro Monat 1,15 $
Conversation AI pro Nachricht 0,02 $
Voice AI pro Minute rund 0,163 $
Nutzungskosten zusätzlich zum Plan.

Die Einarbeitung war länger als versprochen

„In einer Stunde eingerichtet“ stimmt nicht. Realistisch sind 25 bis 40 Stunden, bis du wirklich flüssig arbeitest. Das war mein grösster Kostenpunkt im ersten Jahr — grösser als das Abo selbst.

Englisch bleibt Voraussetzung

Die Oberfläche lässt sich umstellen, die Dokumentation und der Support nicht. Wer im Team Leute hat, die kein Englisch lesen, sollte das vorher einplanen.

Ausfall trifft alles gleichzeitig

Wenn GoHighLevel stört, stehen CRM, E-Mail, SMS und Kalender zusammen. Bei acht getrennten Tools ist ein Ausfall ein Ärgernis, hier ist er ein Stillstand. Ich exportiere deshalb monatlich die Kontakte.

Mein Fazit nach Plan

Wenn du … dann …
mehrere Kundenkonten betreust lohnt es sich klar
die Plattform weiterverkaufen willst gibt es kaum eine Alternative
ein Werkzeug in Perfektion brauchst bleib beim Spezialisten
allein mit einem Kunden arbeitest rechne genau nach
kein Englisch im Team hast plane Zeit oder lass es

30 Tage statt 14

Genug Zeit, um einen Kunden komplett aufzusetzen und zu sehen, ob es passt.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Wechsel von HubSpot?

Nur wenn du mehrere Kundenkonten hast oder weiterverkaufen willst. Bei drei Jahren HubSpot-Workflows ist der Umzug teuer — rechne mit 40 bis 90 Stunden.

Wie hoch ist die Fluktuation bei Kunden?

Das hängt an dir, nicht an der Plattform. Wer den Sub-Account nur anlegt und liegen lässt, verliert Kunden. Wer echte Automationen baut, behält sie.

Gibt es Geld zurück?

Monatspläne kannst du jederzeit kündigen. Bei Jahreszahlung solltest du nicht mit einer Rückerstattung rechnen — deshalb erst monatlich testen.